AG 1.1 Radikalisierung und neue Täterprofile (PALAISSAAL)
Die Arbeitsgruppe beleuchtet aktuelle Entwicklungen im Bereich der Radikalisierung und diskutiert, wie sich Täterprofile in den vergangenen Jahren verändert haben. Im Mittelpunkt stehen gesellschaftliche, digitale und ideologische Einflussfaktoren, die Radikalisierungsprozesse begünstigen können. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis ordnen neue Erkenntnisse ein und sprechen über Herausforderungen für Prävention, Sicherheitsbehörden und Zivilgesellschaft. Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis aktueller Dynamiken zu vermitteln und mögliche Handlungsansätze aufzuzeigen.
Moderation: Felix Neumann, Extremismus- und Terrorismusbekämpfung, Konrad-Adenauer-Stiftung
Impuls: Stefan Redlich, Stellvertretender Leiter, Landeskriminalamt
- Caspar Schliephack, Berater, Fachstelle Islam, Land Brandenburg
- Miriam Uludoğan-Heß, Advisor for International Cooperation and Counter Terrorism Analysis, BAG RelEx
AG 1.2 OSINT als neue Dimension der nachrichtendienstlichen Aufklärung und Analyse (AKADEMIERAUM I)
Open Source Intelligence (OSINT) ist heute ein wichtiger Bestandteil moderner Informationsgewinnung. Die Offenheit der Quellen ermöglicht Transparenz und Nachvollziehbarkeit, bringt jedoch auch neue Herausforderungen mit sich. Zunehmend geht es nicht nur darum, Informationen zu finden, sondern auch darum, ihre Herkunft, Qualität und Aussagekraft kritisch zu bewerten.
Die Arbeitsgruppe beleuchtet, wie sich der Umgang mit offenen Quellen durch Desinformation, technologische Entwicklungen und die zunehmende Komplexität digitaler Informationsräume verändert.
Moderation: Wiebke Köhler, Designated Coordinator BSC, Behörden Spiegel
- Domink Kampmann, Director, Industry Practice Lead, Moody’s
- Dirk Lageveen, Gesamtabteilungsleiter Technik, BfV
- Roman Lehberger, Journalist, WDR/NDR/SZ
- Stefan Taing, Co-Founder & CEO, Munich Innovation Labs, Rohde & Schwarz Company
AG 1.3 Hochsichere Kommunikation für Deutschland – so stärken wir die föderale Handlungsfähigkeit (KONFERENZRAUM I)
Moderation: Thilo Staudt, Portfolio- und Partnermanagement, Xecuro
- John Reyels, Stellvertretender Abteilungsleiter für KI, Daten und Zukunftstechnologie, Auswärtiges Amt
AG 1.4 Souveränität der Dienste (AKADEMIERAUM II)
Ein Nachrichtendienstwesen, das diesen Namen verdient, muss selbstbestimmt agieren können. Das bedeutet aber in keinem Fall Autarkie. Die deutschen Dienste können und wollen nicht alles selbst machen. Vertrauenswürdige IT, sichere Lieferketten, Multi-Provider-Ökosysteme, offene Standards und Datensouveränität – das ist die Währung eines schlagkräftigen Nachrichtendienstes. Wie das gelingen kann, ist Gegenstand der Arbeitsgruppe.
Moderation: Mirjam Klinger, Redakteurin, Behörden Spiegel
- Sarah Bressan, Leiterin Zukunftsforschung und strategische Vorausschau, Global Public Policy Institute
- Merlin Hipp, Director of Intelligence, Orcrist Technologies
- Roderich Kiesewetter, MdB (CDU/CSU), Deutscher Bundestag
- Ramon Mörl, Geschäftsführer, itWatch
- N.N., Leiter Informationstechnik, Bayerisches Landesamt für Verfassungsschutz
AG 1.5 Wie KI und Quantencomputing die Cyber-Spionage verändern (AKADEMIERAUM III)
Künstliche Intelligenz (KI) automatisiert die Analyse riesiger Datenmengen und ermöglicht es Nachrichtendiensten, verwertbare Informationen in Sekunden, statt in Tagen zu identifizieren. KI-gestützte Systeme erkennen Schwachstellen in IT-Netzwerken deutlich schneller und können Cyberangriffe gezielter planen und anpassen. Durch generative KI lassen sich täuschend echte Phishing-Kampagnen, Deepfakes und Social-Engineering-Angriffe mit geringem Aufwand erstellen. KI verbessert zugleich die Tarnung von Cyber-Spionage, indem Schadsoftware ihr Verhalten dynamisch an Sicherheitsmaßnahmen anpasst.
Quantencomputing könnte künftig weit verbreitete asymmetrische Verschlüsselungsverfahren erheblich schneller brechen als klassische Computer. Dadurch entsteht die Gefahr, dass heute abgefangene und gespeicherte verschlüsselte Daten in Zukunft nachträglich entschlüsselt werden können („Harvest now, decrypt later“). Gleichzeitig eröffnet die Quantenkommunikation neue Möglichkeiten für nahezu abhörsichere Verbindungen und verändert damit das Kräfteverhältnis zwischen Angreifern und Verteidigern. Die Kombination aus KI und Quantencomputing ermöglicht künftig hochgradig automatisierte Cyber-Spionagekampagnen, die schneller, präziser und schwerer zu erkennen sind. KI und Quantencomputing markieren gemeinsam einen technologischen Wendepunkt, der die Cyber-Spionage tiefgreifend verändert und den globalen Wettbewerb im Informationsraum weiter verschärft.
Ziel der AG 1.5 ist es, sowohl die technisch-disruptiven Qualitätsänderungen, mögliche Gegenmaßnahmen als auch deren politische Brisanz aufzuzeigen und zu diskutieren.
Moderation: Carla Menzel, Redakteurin, Behörden Spiegel
- Dr. Daniel Reiche, Referatsleiter Quantentechnologie, Agentur für Innovation in der Cybersicherheit
- Nico Scheiffert, Leiter Cyberabwehr, Auswärtiges Amt
- Ingo Schubert, Field CTO, RSA
- Arne Schwarze, Forschungsgruppenleiter Software and Firmware Security, Abteilung Cyber Analysis and Defense, FKIE
AG 1.6 Einfluss von KI im Bereich Auswertung und Analyse (KONFERENZRAUM II)
Moderation: Jonas Brandstetter, Redakteur, Behörden Spiegel
- Sebastian Fiedler, MdB (SPD), Mitglied des Innenausschuss
- Matthias Vianden, Geschäftsführer, rola Security Solutions